Brennerei

»Schnaps ist Schnaps und Job ist Job« - dieser alte Kalenderspruch trifft auf die Mesels nicht zu. Denn Schnaps ist ihr Job! Zumindest teilweise! Denn wenn staatlicherseits die Brennzeit eingeläutet wird, findet man Stefan Mesel, den Sunnyboy des Weinguts, fast durchgehend an der Brennblase hantierend. Und was dabei heraus kommt, ist weit mehr als der obligatorische

Hefe- und Weinbrand, den man an jeder Ecke erstehen kann! Stefan Mesel veredelt so ziemlich alles, was die hauseigenen Grundstücke hergeben. Trester etwa aus Weißburgunder Chardonnay und Dornfelder, aber auch »Flüssiges Obst« in Form von Apfel-, Himbeer- und Birnenbränden, als Quitten-, Mirabellen- und Zwetschgenwässerchen sind prädestiniert für den etwas anderen hochprozentigen Genuss. Doch der »Spirit-Spezialist« der Familie wäre kein Mesel, wenn er nicht auch den selteneren Gewächsen die 40 Volumenprozente an Alkohol mit auf den Weg geben würde: Sein Vogelbeergeist etwa, der einen Hauch von Marzipan auf der Zunge hinterlässt oder sein Holunderbrand mit einer würzigen Fruchtnote begeistern ebenso wie das mandelige Aroma seines Schlehengeistes...